KLFC

CN 6

CN 4

KCM 2

Cyanide

Cyanide sind Salze der Cyanwasserstoffsäure. Cyanide werden in großen Mengen gebraucht als Zwischenprodukte in der org. Synthese, in Farbstoffen, Schädlingsbekämpfungsmitteln, bei der Oberflächenvergütung von Metallen, der Galvanotechnik und der Gewinnung von Edelmetallen. In Abwässern solcher Verarbeitungsbetriebe stellen Cyanide ein erhebliches Problem und eine große Gefahr für die Gewässer dar. Oft schon wurde in Flüssen der Fischbestand über hunderte von Kilometern bei Unfällen mit cyanidhaltigem Material vernichtet. Die Gefahr ist so groß, dass selbst in Trinkwasserrichtlinien die regelmäßige Überprüfung auf Cyanide vorgeschrieben sind.

Wir unterscheiden bei den Bestimmungsverfahren nach Gesamtcyanid und leicht freisetzbaren Cyaniden.

Gesamt Cyanid-Bestimmung

Gesamt Cyanid-Bestimmung

Funktionsprinzip der behrtest Cyanid-Destillation
Anlage zur Bestimmung des Gesamtcyanids: Die Cyanidverbindungen werden in Gegenwart von Kupfer(I)Ionen bei Siedetemperatur zu Cyanwasserstoff zersetzt. 

Cyanwasserstoff wird mit einem genau eingestellten Vakuum-Durchflussstrom ausgetrieben und in Natriumhydroxidlösung absorbiert. Wichtig ist der genau eingestellte Durchflussstrom und die behr typische Verarbeitung des Absorptionsgefäßes hinsichtlich der Durchstromöffnungen.

Die Bestimmung erfolgt nach den folgenden Normen:
EPA 9010 B (Total and amenable cyanide: Destillation)
ISO 11262 (Cyanid in Böden und Feststoffen)
DIN 38405-D 13 (Gesamtcyanid in Wasser)
DIN 38405-D14 (Cyanid in Trink- und Oberflächenwasser)
DIN 38404-D7 (Cyanid in gering belastetem Wasser - Ionenchromatographie)

Die Auswertung erfolgt durch
Photometer | Titration | Ionenchromatografie (DIN 38404-D7)

Kompaktapparaturen
KCM 1, KCM 1-N, KCM 1-B

Arbeitsstationen
CN 4 IR TCP, CN 6

Leicht freisetzbare Cyanid-Bestimmung

Leicht freisetzbare Cyanid-Bestimmung

Das Abtrennungsverfahren nach DIN 38405-D 14 ist auf Trinkwasser, Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung, gering belastete Grund- und Oberflächenwasser anwendbar. Die Massenkonzentration von Cyanid-Verbindungen sollte 1 mg/l nicht überschreiten.

Verfahrensgrundlage: Das leicht freisetzbare Cyanid wird aus der Probe mit Hilfe eines genau dosierten Vakuum-Luftstroms bei Raumtemperatur und einem ph-Wert von 4 als Cyanwasserstoff abgetrennt. Der Cyanwasserstoff wird im behrotest-Absorptionsgefäß ASH/CY in Natriumhydroxid absorbiert und anschließend nach Reaktion mit Barbitursäure-Pyridin photometrisch bestimmt.

Kompaktapparatur
KLFC-MR

Arbeitsstation
CN 6-B